Poems

Kilometertiefe Ozeane
Häuserhohes Gestein
Horizonterstreckende Bleivorkommen

Enge Strassen
Erstender Smok
Verruste Minen

Blanke Karten
Leere Seiten
Verhülltes Wissen

Atlas der Trauer

Ich schlafe schlecht
habe Glut in der Brust
Du bist nicht da,
doch trage dich bei mir.

Tränen fallen auf Asche
vernebeln mir den Verstand
Die schwarze Fraze allgegenwärtig

Schmerzt das Herz oder der Kopf?
Die ewige Laier
Unsicherheit paart sich mit Stolz
Der Schierling bereit

Ein Wort, ein Spiegel
bin wie gelähmt
Glitzern mir die Augen
oder glitzert die Welt?

Du bist da
Glut wird zu Feuer
Ich schlafe schlecht

Die Welt ist voller Nebel
ziellos irre ich
doch ist es mir hier durchaus bekannt,
ob unzähliger Wanderschaft

Die Stimme, die mich ruft
mit Worten oh so süß,
vertraut aus alter Zeit,
verheißt von Balsam und Ruhe.

Doch die Zeit ist ein Dieb
der Stillstand der Tod.
Ihre Verheissungen so wohlbekannt,
erlag ich der süßen Umarmung ach so oft

Wider der Versprechungen kenne ich die Wahrheit,
doch führt das Herz ohne Kompass

Gegenlicht im Nebel
mit Strahlen ach so schwach.
So irre ich weiter, bis sie erstarken
und so erstarke auch ich.

Doch der Zweifel nagt und sitzt tief
was erwartet mich am Ende?
Eine weitere Finte, einer weitere List?
Dinge ich je das Ziel oder bleibt mir nur der Weg?

Wir stehn an der Klippe
und der Wind dreht sich ständig
Unter uns peitschen Wellen
ungewiss und ungebändig

Wir stehn an der Klippe
und die Kante steil kam
Wir frieren ob alter Tage
doch deine Hand unendlich warm

Wir stehn an der Klippe
und die Beine werden schwach
Ich merke dein Zittern
auch ich lag oft wach

Wir stehn an der Klippe
und dein Feuer gibt mir Kraft
Kannst du es schon wagen
oder hälst du noch Wacht?

Wir stehn an der Klippe
und hinter uns jagd das Ungetier
ein Schritt auf die Kante
doch nötig sind vier

Wer steht auf der Klippe
und wer ist bei mir?

Vergessene Ruinen
wiederentdeckt und erschreckend
Alte Gespenster
verzerrt und blass

Schritt, Schritt, Schritt
achstam, zögerlich, unbeholfen
Angst, Angst, Angst
ständig, donnernd, erdrückend

Erinnerung warnt
hinter jeder Ecke der Tod
hinter jedem Spiegel der Trug

Was ist Schein und was darf sein?

N’importe quel jour
n’importe quelle nuit
j’t’offri mon coeur et mon esprit

Avec toi je rêve, avec toi je vis
j’suis tombé en amour
et ça me suffit

Blatt bin, wär Baum viel lieber
Stärke, Größe, Ruhm ich witter’
steh’ dann robust im Sturm
oder stehe dann nur anders zitternd? Illusion

Laub bin, wär Knosp’ viel
lieber Sicherer Halt und Schicksal gewiss
Verheißt der Fall auch Unbekanntes
noch grüble ich – Dann ein Riss!

Wünsche, Träume, Hoffnung, Ziele
Schein und Quell zugleich
vor meinem Blick verblasst die Krone
als ich dem Wind hinweich’

So puste ich mir selbst die Segel
die Reise ist mein Lohn
wär nicht mehr, bin viel lieber
und treibe munter ‘von

Ein Platz an der Sonne
wohlig ruh, heimlich sanft.
In Wärme geborgen.
In Verbundenheit ergeben.

Ein Platz an deiner Brust
in rythmischer Sorg,
beruhigender Halt.

Ein Platz vor der Welt,
in Sicherheit gelegen.

Ist mir nun vergönnt und ich bette mich selbst

Wie Tau an wind’gen Tagen
Wie ein Insekt am seid’gen Faden
Wie der Sonnenschein im Winter
Wie eine Berührung, nur besinnter


Wie die Knospe einer Blume
Wie ein Brot mit grober Krume
Wie ein Stein gegen die Scheibe
Wie der Regen, nur im Leibe

In diesem Garten voller Liebe
trägt die Pein die größten Triebe.
Für Mäßigung nicht partibel
Für das Leben zu sensibel

Alles was schwingt, pendelt sich ein
Chronos unberührter Klang
Was nicht ist, soll auch nicht sein
Atrophias müder Gesang

Nulllinie

Bei Sturm, in der Brust ein Ziehen
aus Wirbel wird peitschender Drang
Kann Aiakos endlich fliehen,
oder bleibt er vergebens gefang’

Messschwierigkeit

Zum Vorschein der Schein, strahlendes Wunder
kommt bunte Lebendigkeit in Pracht
Überwältigende Schönheit macht süchtig nach mehr
Nie erträumt, noch erhofft, nie so sehr gelacht

Quecksilber in rot

Schreckstarres Feuer, versiegelt in Eis
Fahrlässig erloschen, Rettung vergebens
Pandora beraubt, alles entgleist
Schreckliche Stille, heftiges Beben

Ausschlag dreht

Platonisches Problem, sokratische Lösung?
Der letzte Schluck Leid steckt in der Kehle
Alter Kampf gegen böse Zung’
Gefrierbrand der Seele

Mir ist heißkalt

Eine Fackel brennt in meiner Halle.
Und blendet zum ersten Mal.
Verbrennt Dunkelheit, als wär es Treibstoff
Zehrt sie einfach auf.

Wie klebriger Teer im ganzen Raume,
raubt es mir Lebenskraft, doch
Eine Fackel brennt in meiner Halle und
schenkt sie mir zurück.

Bin König Théoden vor den Gefährten
und mein Verlies ist kalt und schwarz
Doch eine Fackel brennt in meinem Herzen
und bringt Geborgenheit

Summend fliege ich umher
Treibe durch die Welt
Von einer Wärmequelle zur nächsten
Eine strahlt besonders warm.
Angezogen durch Wärme
Angezogen durch Licht
Größte aller Quellen
nimmt mich völlig ein
Sehe weder Schwarz noch Weiß
Bin geblendet
Ich brenne.
Ich brenne?
Ich brenne!
Ich brenne aus.
Erlebe ein Wunder in Blau
Wärmequelle Wärme Qual
Wahn und Witz
Größte aller Qualen
nimmt mich völlig ein.
Getrieben von Kälte
Getrieben von Schein
Falle durch die Welt
Alles Summen verstummt

Gebe Hingabe
gebe mich hin
Hingabe vergebens
Krieg Vergeben nicht hin

Klage vergeblich
kläglich und ewig
Vergebene Klage
Klage Es geht nicht

Malmen, Drehen, Herzenquälen
Quetschen, Treiben, Mühlsteinreiben
Spinnt des ewig’en Leiden Faden
zum Wickeltuch des Nächstgebarden

Brechen, Mürben, Galle würgen
Ächzen, Knacken, Glück einsacken
Niemand kraft sich zu befreien
Einladung zum Ringelreihen

“Einjeder kennt, Einjeder fühlt mich,
Einjeder falle ich anheim
Doch entziehe ich mich allen Lichtern
Ignoranz nenn ich mein Heim

Bin größtes Bauwerk jeder Chronik
Durch Generationen sorgvoll gepflegt
Nemesis wer mich nicht leugnet
Sündig ist wer mich beäuget”

Gleichwohl bist selbst du als Leser
schon Stein in dem Getriebe
Erklärt seist du als treuer Diener
oder als Vandal der Liebe.

Kein Hass vermag, keine Gewalt –
kraft es zu stoppen
Nur schneller, fester schraubt der Griff
Annehmen, ziehen- und Liebe –
lassen es Fahrt verlieren.
Achtsamkeit als Vorschlaghammer?
So höre den Vandalen zu:

“Statt Schuld zu suchen, sieh nach
Mitleid wendet Blick nach Innen
Statt auszuteilen, steck ein
Samen gütevoller Nachsicht”

Und das Rad kommt zum Stehen

Das Dach voller Flicken
Der Flur gibt nach und es liegt Dreck
Die Wände lassen Pilze blicken
Die Möbel sind morsch und brechen weg

Der Wind pfeift durch alle Streben,
Aus jeder Ritze sprießt es heraus
Insekten an Schwärmen, Spinnen an Weben

Ich lausche der lautesten Stille

Hier fühl ich mich Zuhaus

Halb Mathematiker, halb Eule
sitzt er an seinem Flügel, auf der Lauer
immer freudig am teilen, immer wachsam auf Trauer
Welche er bewusst kontert und das weiss ich,
Ungelogen, mit einem Lächeln von einer Spannweite von mindestens Ein Meter Dreißig!

Man stelle sich vor, Kinderlieder, Trommelrollen, Musik, immer die gleiche Laier.
Doch alle kommen, alle lachen
alle haben Spaß
selbst die scheusten Mäuse erwachen
Zarte Töne und immer freundlich am Grüßen
Wenn der Rattenfänger spielt,
liegen ihm alle zu Füßen

Trägt immer ein Lied im Herzen
und spielt so zärtlich und besinnt
Auch beliebt’s ihm stets zu Scherzen…
Gibt’s ein Schema vom singenden Kind?

Drum dacht ich mir
sie schenken uns Ihre Kunst, ich schenke Ihnen meine
beides zum Nachklang der Seele,
Ihre Musik, meine Reime

Die Bekanntschaft zwar flüchtig, wie das Klingen einer Saite,
dennoch trabe ich davon ganz ohne Sühne,
Vielen herzlichen Dank lieber Herr…
   Moment, wie war Ihr Name?
     Grad hat ich’s doch noch..
        Anfangsbuchstabe? K?
           Naja, zur Not rat ich ins Grüne

Vom Herzen tiefsten Dank
Lieber Herr K ühne

I am a withering daisy
a small and plain flower in the dark
Unsure to survive, for I miss all spark

Will you be my source?
Will you be my light?
A tiny ray of hope?

For light is my desire
and desire is my light

I want you to carry me and shine my way
Show me! I want you to show!
For if you are desire
….I surely will grow…

Be my source of light
my source of heat

I want light as clear as day
I want you to burn as bright as the sun
I want you to burn me! Take me as fuel.
I want you to burn me whole, ignite all ground
I want to be engulfed by you
I WANT you to WANT me
and watch me burn in your flame!
Daisy to Dust…
For being incinerated is my proof..

Because you are desire
And I am Love


Oben liegt ein Dach voll Reet
unten steht schummriges Getuschel.
Stampfende Krüge voll mit –
Weht dein Vorhang auf!

Ich zerfliess vor deinem blonden Glanz,
honigsüss klebst du an meinen Lippen.
Nicht Bier, nicht Schnapps nicht mal Wein.
Wärmst mir sanft die Brust.

Ob Kartenspiel oder der Barden Stimme,
ist nur dein Name mir Musik im Ohr,
lausch der mir nahen Imme.
In dieser Nacht will ich ewig mit dir tanzen.

Bis noch nach Spät hälst du zu mir.
Taverne, oh Taverne.
Zusammen mit dir, mein güldner Schatz, zusammen unter die Sterne.

Mein Feuer ist klein
Mein Feuer ist gross
Mein Feuer ist kalt
Mein Feuer ist heiß
Mein Feuer – blau, grün, gelb und weiss

Es knistert leise
Es lodert laut
Es schlägt über den Strang
Es ufert aus
Es verbrennt und ist behütend
Aber nie tödlich, böse oder wütend

Wärmend, ehrfürchtig
umwerfender Schauder
Bunt!
Bunt ist mein Flammenzauber!

Es flackert nicht auf heissen Kohlen,
auch nicht auf geeichten Sten,
Mit Nichten noch um Himmels Willen.
Nicht auf Betteln, Winseln, Flehen.
Auf sowas geh ich gar nicht ein
Gescheit!
Gescheit und Bunt muss es sein!

Ich lad dich ein
zu viert, zu dritt, zu zweit?
Tanzen zusamm auf kunterbuntem Scheit.

Nichts!
Nichts hab ich lieber.
Buntes!
Buntes Flammenfieber!

Es brennt auch bei Eis, Gezehter und Sturm
Ich sage dir: “Zur Not brennts lauter!”
Mein bunter… -“Was? -Wie bitte- Was?”
MEIN FLA-MMEN-ZAU-BER!!!

Aufschrei und Raunen geht
umher von so mancher Altgester,
Doch Bezauberte staunen,
ich sags dir, mein Bester
Trau du dich auch – so weh es dir tut
Trau dich in fremde Nester.

Stellst du dich noch quer,
findest es witzig?
Hast den Schuß nicht gehört?
“Es ist Zweitausend-PENG!-zig”

Na, bist jezt wach?
Schön – das freut mich.
Doch endlich munter?
Dann sag ich es deutlich:

Ich brauch kein Schwarz-Weiß
Auf Teufel-komm-raus
Kein Ewig, zu Zweit,
noch Sucht oder Eifer

Kannst du sie sehen?
Die Botschaft im Feuer?
Nicht? Ich tu sie dir kund.
Pass aber auf – ist sie mir teuer:

Am schönsten ist die Liebe bunt!